Comsol Reisekostenfür Microsoft Dynamics NAV

Comsol Reisekosten
für Microsoft Dynamics NAV

Änderungen in den Reisekosten 2009

Bis jetzt bekannt ist schon die turnusmäßige Erhöhung der Sachbezugswerte:

  • Frühstück: ab 1.1.2009 1,53 (alt 1,50)
  • Mittag: ab 1.1.2009 2,73 (alt 2,67)
  • Abend: ab 1.1.2009 2,73 (alt 2,67)

Um die Relevanz der Sachbezüge für die Reisekosten herauszustellen hier folgende Hinweise aus dem Einkommenssteuergesetz:

Mahlzeiten, die zur üblichen Beköstigung der Arbeitnehmer anlässlich oder während einer Auswärtstätigkeit i. 5. d. R 9.4 Abs. 2 oder im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung i. 5. d. § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 EStG abgegeben werden, sind mit dem maßgebenden amtlichen Sachbezugswert nach der SvEV anzusetzen.

Eine übliche Beköstigung liegt vor, wenn der Wert der Mahlzeit 40 Euro nicht überschreitet. Voraussetzung für die Gewährung des Sachbezugswertes ist es, dass sich der Arbeitgeber vor Beginn der Auswärtstätigkeit schriftlich (z.B. per Fax) mit dem Hotel in Verbindung setzt, und eine Hotelübernachtung mit Frühstück oder anderen Mahlzeiten bestellt.

Bei Schulungen reicht hier die schriftliche Bestellung der Schulungsmaßnahme ohne Erwähnung eventueller Mahlzeiten aus.

Die Art der Bezahlung der Mahlzeiten ist grundsätzlich unerheblich, entscheidend ist, wer bestellt hat. Deshalb kann der Sachbezugswert auch angesetzt werden, wenn der Mitarbeiter das Hotel oder die Schulungsmaßnahme selber bezahlt.

Falls die oben genannten Bedingungen nicht erfüllt sind, ist, kann der komplette Betrag der Mahlzeiten nicht erstattet werden.

Ist der Betrag nicht bekannt, wird für das Frühstück 20% und für Mittag/ Abendessen 40% der Tagespauschale für das entsprechende Reiseland als Kosten für die Mahlzeit angenommen (in Deutschland ist das für das Frühstück 4,80 EUR und für die anderen Mahlzeiten 9,60 EUR

Steuerrechtlich muss der Sachbezugswert versteuert werden, er muss nicht abgezogen werden.

Dies ist auch bei der Einrichtung der Reisekostenbelegart so vorgesehen:



In der Betragsvorgabe ist kein Betrag eingegeben, steuerfrei sind ab dem 1.1.09 (Gültigkeitsdatum) -1,53 eingetragen. Wenn jetzt die Belegart ausgewählt wird, wird dem Mitarbeiter nichts abgezogen, aber ein Betrag von 1,53 als steuerpflichtig erkannt.

Wenn der Betrag direkt abgezogen werden soll, dann sollte in Betragsvorgabe der Betrag -1,53 eingetragen werden. So wird der Betrag dann abgezogen und ein Steuersaldo entsteht nicht.

Wie richte ich es nun ein, dass das System alternativ die Sachbezugswerte oder auch die 20% Kürzung bei Frühstück oder 40% bei Mittag oder Abendessen erkennt?

Hierzu sollte für die prozentuale Kürzung eine eigene Reiseart angelegt werden, in unserem Fall „Mahlzeitenkürzung %“



Im Feld Sachbezugswerte wird ausgewählt: „Abzug in % Tagespauschale“ und für Frühstück, Mittag und Abend die Prozentwerte eingetragen.

Wenn mit dieser Einstellung bei der Erfassung diese Reiseart ausgewählt wird, werden die Sachbezüge neu gerechnet und dann entsprechend gesteuert.

Bei der Hotelbelegart mit Frühstück sollten jetzt auch die Sachbezugswerte als Folgebelegart eingetragen werden, so dass bei Erfassung über den Wizard diese Einstellungen auch wirksam sind.




Autor: Dr. Jürgen Florian